...die gute Adresse für Edelbrände und Liköre
Sonntag, 19 Mai 2013
Schnaps und seine Geschichte PDF Drucken E-Mail

Den Ruf außergewöhnlicher Kräfte verdankt der Branntwein arabischen Ärzten, die ihn ursprünglich als Heilmittel verabreichten. Im 14. Jahrhundert gelangte das besondere Elixier nach Europa, um hier alsbald auch als Genussmittel geschätzt zu werden. Die Obrigkeiten in Stadt und Land waren ebenso von dem hochprozentigen Feuerwasser fasziniert. Nicht nur wegen des Genusses, sondern wegen der Möglichkeit, es zur Quelle steuerlicher Einnahmen zu erheben. So konnte der Nürnberger Stadtrat bereits 1496 den Verkauf von Branntwein fiskalisch regulieren und nutzen.

Schnaps trinkt man oft spontan und im Stehen, um damit einen geglückten Hauskauf zu besiegeln, auf Bruderschaft zu trinken oder eine Schreckensnachricht durch einen kräftigen Sturzschluck abzufedern. In Notzeiten wurde der Branntwein bei Tauschgeschäften auch immer wieder gerne als Finanzierungsmittel eingesetzt. Und noch heute wird in vielen Haushalten die Schnapsflasche in unmittelbarer Nähe von Sparbuch und Geldbörse im Küchenschrank aufbewahrt.